64. Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra

19. - 28. Juni 2015

Veranstalter/ Stiftung

Die Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra hat seit 1990 die Rechtsform einer Öffentlichen Stiftung des Bürgerlichen Rechts.

Errichtet wurde die Stiftung von der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, der Stadt Nürnberg und vom "Freundeskreis der Internationalen Orgelwoche Nürnberg e.V.".

Grundlage der Arbeit der Stiftung ist ihre Satzung. Zweck der Stiftung ist danach die Pflege der Geistlichen Musik, vor allem durch die regelmäßige Veranstaltung der Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra.

Die Gremien der Stiftung sind der Vorstand, der Stiftungsrat und das Kuratorium; daneben sieht die Satzung die Bestellung des Künstlerischen Leiters und eines Geschäftsführers vor.

Künstlerischer Leiter

2013 - 2016

folkert-uhde 3Das Programm der Jahre 2013 bis 2016 gestaltet Folkert Uhde als Künstlerischer Leiter der Internationalen Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra.

Folkert Uhde wuchs in der Nordseestadt Wilhelmshaven mit Musik von Bach und Schütz in bester protestantischer Kantorei-Tradition auf. Nach einer Ausbildung zum Radio- und Fernsehtechniker studierte er Kommunikations- und Musikwissenschaft an der TU Berlin. Parallel studierte er Barockvioline an der Akademie für Alte Musik Bremen. Bis 1995 war er freiberuflich als Musiker tätig, im gleichen Jahr machte er sich als Musik- und Projektmanager selbständig. Folkert Uhde war ab 1997 bis 2008 Manager und Dramaturg der Akademie für Alte Musik Berlin und bis 2012 Mitinhaber von Uhde & Harckensee MusikManagement. Er initiierte und programmierte mehrere Festivals, unter anderem seit 2002 die Biennale Alter Musik Zeitfenster in Zusammenarbeit mit dem Konzerthaus Berlin. Mit der Koproduktion der international erfolgreichen Oper »Dido & Aeneas« der Choreographin Sasha Waltz begann die Zusammenarbeit mit dem Dramaturgen und Kulturmanager Jochen Sandig, mit dem er 2006 das inzwischen international etablierte RADIALSYSTEM V als »New Space for the Arts in Berlin« gründete.

Seitdem hat sich Folkert Uhde mit der kreativen Entwicklung und Realisierung neuer künstlerischer Formate und Projekte insbesondere für die Aufführung Klassischer Musik im weitesten Sinne einen Namen gemacht. 2009 wurde er für seine »innovative Herangehensweise« als Kulturmanager des Jahres ausgezeichnet. Für ARTE, 3SAT und ZDF.Kultur hat Folkert Uhde Film- und Fernsehproduktionen im Bereich klassischer Musik entwickelt und produziert. Daneben ist er als Dozent an verschiedenen Hochschulen tätig und berät Künstler und Institutionen.

Seit 2013 legt Folkert Uhde einen Schwerpunkt auf die außergewöhnliche Bespielung der einzigartigen Nürnberger Aufführungsräume. Dabei sollen sich beispielhafte Interpretationen Geistlicher Musik aller Epochen und Gattungen durch international renommierte Künstler und die lebendige und qualitätvolle kirchenmusikalische Szene der Metropolregion Nürnberg gegenseitig ergänzen. Eine besondere Herausforderung sieht Folkert Uhde darin, dabei Geschichte und Gegenwart, Raum und Klang, Architektur und Repertoire in einen lebendigen Dialog treten zu lassen und damit neue Hör-Erlebnisse zu ermöglichen.

 

 

Vorstand

Der Vorstand der Stiftung Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra, vom Stiftungsrat gewählt am 08. Februar 2011 und 05. Februar 2013

Vorsitzender

Martin Kreßel, Nürnberg
Notar

1. Stellvertreter

Thomas Feneberg, Nürnberg
Bereichsleiter Private Banking der Sparkasse Nürnberg

2. Stellvertreter

Gerhard Schorr, Nürnberg
Erster Pfarrer an St. Sebald


Stiftungsrat

Der Stiftungsrat der Stiftung Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra

Der Präsident

Joachim Herrmann, München
Bayerischer Staatsminister des Innern, für Bau und Verkehr
Vorsitzender des Stiftungsrats
gewähltes Mitglied gem. § 10 Ziff. 3 der Stiftungssatzung

Die Ehrenpräsidenten

Dr. h.c. Heinrich von Mosch, Rottach-Egern
Regierungspräsident a. D.

Karl Inhofer, München
Regierungspräsident a. D.

Die Mitglieder

Richard Bartsch, Ansbach
Bezirkstagspräsident von Mittelfranken
geborenes Mitglied gem. § 10 Ziff. 1 der Stiftungssatzung

Dr. Matthias Everding, Nürnberg
Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Nürnberg
1. Vorsitzender des Freundeskreises der Internationalen Orgelwoche Nürnberg e.V.
geborenes Mitglied gem. § 10 Ziff. 1 der Stiftungssatzung

Hubertus Förster, Nürnberg
Stadtdekan der Römisch-Katholischen Kirche
geborenes Mitglied gem. § 10 Ziff. 1 der Sitzungssatzung

Dr. Jürgen Körnlein, Nürnberg
Stadtdekan der Evangelisch-Lutherischen Kirche
gewähltes Mitglied gem. § 10 Ziff. 3 der Stiftungssatzung

Landeskirchenmusikdirektor Professor Michael Lochner, München
gewähltes Mitglied gem. § 10 Ziff. 3 der Stiftungssatzung

Dr. Ulrich Maly, Nürnberg
Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg
geborenes Mitglied gem. § 10 Ziff. 1 der Stiftungssatzung

Matthias Matthies, Nürnberg
Leiter der Mercedes-Benz Niederlassung Nürnberg
gewähltes Mitglied gem. § 10 Ziff. 3 der Stiftungssatzung

Dr. Stefan Ark Nitsche, Nürnberg
Regionalbischof im Kirchenkreis Nürnberg
stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats
geborenes Mitglied gem. § 10 Ziff. 1 der Stiftungssatzung

Werner Pees, Bamberg
Domkapellmeister
gewähltes Mitglied gem. § 10 Ziff. 3 der Stiftungssatzung

Dirk von Vopelius, Nürnberg
Präsident der Industrie- und Handelskammer Nürnberg
geborenes Mitglied gem. § 10 Ziff. 1 der Stiftungssatzung

Martin Wagner, Nürnberg
Leiter des Studio Franken des Bayerischen Rundfunks
gewähltes Mitglied gem. § 10 Ziff. 3 der Stiftungssatzung


Kuratorium

Das Kuratorium der Stiftung Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra

Die Mitglieder

KMD Matthias Ank, Nürnberg
Kantor an St. Lorenz

KMD Bernhard Buttmann, Nürnberg
Kantor an St. Sebald

Frank Dillmann, Nürnberg
Kantor an der Frauenkirche

Dr. Johannes Friedrich, Spalt/Wernfels

Pfarrer Alexander Gießen, Nürnberg
Dekanatsförderer der Kirchenmusik der Römisch-Katholischen Kirche

Rolf Gröschel, Nürnberg

KMD Professor Hermann Harrassowitz, Altdorf

Domkapellmeister Christian Heiß, Eichstätt

Franz Peschke, Heroldsberg


Geschäftsführer

Robert Vogel - Geschäftsführer der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica SacraGeschäftsführer der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra ist seit Oktober 2001 Robert Vogel.

Robert Vogel wurde 1965 in Ansbach geboren und war während seiner Schulzeit zehn Jahre Mitglied im Windsbacher Knabenchor. Nach Abitur und Zivildienst in München studierte er von 1986 bis 1991 an der Universität Bonn Musikwissenschaft, Geschichte und Germanistik. Sein Studium schloß er 1991 mit einem Magister-Examen ab und arbeitete von 1992 bis 2001 zunächst für das Kölner Kammerorchester und später für die Brühler Schloßkonzerte, zuletzt seit 1994 als deren Geschäftsführer.

 


Ehemalige Künstlerische Leiter

2009 bis 2012

Wifried Hiller - Künstlerischer Leiter der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica SacraDas Programm der Jahre 2009 bis 2012 gestaltet Wilfried Hiller als Künstlerischer Leiter der Internationalen Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra.

Wilfried Hiller, 1941 in Weißenhorn/ Schwaben geboren, ist einer der renommiertesten Komponisten unserer Zeit und hat sich auch im Bereich der Geistlichen Musik einen Namen gemacht. Nach einem Klavierstudium bei Wilhelm Heckmann am Leopold-Mozart-Konservatorium in Augsburg und mehrjähriger Tätigkeit als Organist studierte er ab 1963 an der Münchner Musikhochschule bei Günter Bialas (Komposition), Heinz Arnold (Opernregie), Ludwig Porth und Hanns Hölzl (Schlagzeug, Pauke) sowie bei Hermann Pfrogner (Musiktheorie).

Ab 1967 war er in verschiedenen Orchestern als Schlagzeuger sowie als Bühnenmusiker an den beiden Münchner Staatstheatern tätig. 1968 gründete er die Konzertreihe "Musik unserer Zeit". Im selben Jahr lernte er Carl Orff kennen, mit dem er bis zu dessen Tod 1982 eng zusammenarbeitete. Ab 1971 war er mehr als 30 Jahre als Musikredakteur beim Bayerischen Rundfunk tätig. Neben der Produktion tausender von Rundfunksendungen hat er in dieser Funktion auch neue Formen der Musikpräsentation in öffentlichen Veranstaltungen, wie die mehrfach ausgezeichneten »Münchner Musiknächte« ins Leben gerufen; die Münchner Musikhochschule hat ihm 1991 einen Lehrauftrag zur Durchführung musikalischer Großveranstaltungen erteilt.

Seit 1993 war er als Dozent für Komposition am Richard-Strauss-Konservatorium in München tätig, seit 2008 ist er Lehrbeauftragter an der Hochschule für Musik und Theater in München. Für sein außergewöhnlich erfolgreiches kompositorisches Schaffen wurde er seit 1968 mit zahlreichen Preisen im In- und Ausland ausgezeichnet. Seit 1989 ist er Mitglied der Bayerischen Akademie der Schönen Künste, von 2005 bis 2008 war er Präsident des Bayerischen Musikrats. Außerdem ist Wilfried Hiller Präsident der Jean Sibelius Gesellschaft Deutschland und seit 2008 Präsident der Carl Orff-Stiftung.

2004 bis 2007

Von 2004 bis 2007 war der britische Dirigent Robert King als Künstlerischer Leiter der ION verbunden. Mit der Verpflichtung eines namhaften Musikers aus dem Ausland als ihrem Künstlerischen Leiter betrat die ION insofern Neuland, als sie ihre künstlerischen Impulse bis dato weitestgehend von in Nürnberg ansässigen Kirchenmusikern empfangen hatte. In den vier Jahren seiner Tätigkeit für die ION hat Robert King neue künstlerische Impulse und inhaltliche Akzente insbesondere durch hochkarätige Programme mit Alter Musik und durch eine Öffnung des Festivals für breite Publikumsschichten gesetzt.

1986 bis 2003

Von 1986 bis 2003 hat Professor Werner Jacob als Künstlerischer Leiter die ION geprägt. Werner Jacob, geboren 1938 in Mengersgereuth/ Thüringen, studierte in Freiburg Orgel, Komposition und Dirigieren. Sein Name erschien erstmals 1964 im Programm der ION, als sein "Geistliches Konzert" aufgeführt wurde. Seit 1967 gehörte er dem Ausschuss an, der das jährliche Programm der ION gestaltete, ab 1986 war er bis zu seiner Verabschiedugn in den Ruhestand 2003 alleiniger Künstlerischer Leiter der ION.

Von 1969 bis 1990 war er hauptberuflich als Kirchenmusiker an St. Sebald in Nürnberg tätig, zwischen 1976 und 1998 hatte er eine Professur für Orgel inne und leitete die Abteilung für Kirchenmusik an der Musikhochschule Stuttgart. Daneben gastierte er in aller Welt als Organist, seine Diskographie umfasst u.a. das Gesamtwerk für Orgel von Johann Sebastian Bach und Johannes Brahms sowie alle großen Werke von Max Reger. Hinzu kommt ein umfangreiches kompositorisches Œuvre. 1984 erhielt er den Kulturpreis der Stadt Nürnberg, 1993 den Wolfram-von-Eschenbach-Preis des Bezirks Mittelfranken. Am 23. Mai 2006 ist Werner Jacob nach langer Krankheit in Nürnberg verstorben.


Satzung

Präambel

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern erreichtet gemeinsam mit der Stadt Nürnberg und dem "Freundeskreis der Internationalen Orgelwoche Nürnberg e.V." die Stiftung "Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra".

§ 1 Name, Rechtsstand und Sitz

Die Stiftung führt den Namen "Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra". Sie ist eine rechtsfähige Öffentliche Stiftung des Bürgerlichen Rechts mit Sitz in Nürnberg.

§ 2 Stiftungszweck

  1. Zweck der Stiftung ist die Pflege der Geistlichen Musik, vor allem durch die regelmäßige Veranstaltung der Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra. Die Stiftung verfolgt damit ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegünstigte Zwecke" der Abgabenordnung.
  2. Der Stiftungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:
    1. internationale und ökumenische Begegnung und Beteiligung führender Organisten,
    2. beispielhafte Aufführungen klassischer und moderner Werke der Musica Sacra,
    3. die Durchführung des internationalen Wettbewerbs für junge Organisten um den "Johann-Pachelbel-Preis",
    4. die Durchführung internationaler Orgelmeisterkurse,
    5. die Durchführung von wissenschaftlichen Symposien zu Fragen der Musica Sacra.

§ 3 Einschränkungen

  1. Die Stiftung ist selbstlos tätig. Sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke. Sie darf keine juristische oder natürliche Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Unterstützungen, Zuwendungen oder Vergütungen begünstigen.
  2. Ein Rechtsanspruch auf Gewährung des jederzeit widerruflichen Stiftungsgenusses besteht nicht.

§ 4 Geschäftsjahr

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr beginnt mit der Genehmigung der Stiftung und endet am 31. Dezember desselben Jahres.

§ 5 Vermögen

  1. Das Grundstockvermögen der Stiftung beträgt 225.000,00 DM; in Worten: Zweihundertfünfundzwanzigtausend.
  2. Das Grundstockvermögen ist in seinem Bestand dauerhaft und ungeschmälert zu erhalten.
  3. Das Stiftungsvermögen kann durch Zustiftungen Dritter erhöht werden.

§ 6 Stiftungsmittel

  1. Die Stiftung erfüllt ihre Aufgaben
    1. aus den Erträgen des Stiftungsvermögens,
    2. aus finanziellen Zuwendungen, soweit sie vom Zuwendenden nicht zur Stärkung des Grundstockvermögens bestimmt sind.
  2. Sämtliche Mittel dürfen nur für die satzungsgemäßen Zwecke verwendet werden. Es dürfen im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen Rücklagen gebildet werden, wenn und solange dies erforderlich ist, um die satzungsgemäßen Zwecke der Stiftung nachhaltig erfüllen zu können.

§ 7 Stiftungsorgane

  1. Die Organe der Stiftung sind
    • der Vorstand,
    • der Stiftungsrat,
    • das Kuratorium.
  2. Die Mitglieder der Organe der Stiftung nehmen ihre Aufgaben ehrenamtlich wahr. Sie haben jedoch Anspruch auf Ersatz der notwendigen Auslagen, die ihnen bei Ausübung ihres Ehrenamtes entstehen.

§ 8 Der Vorstand

  1. Der Vorstand der Stiftung besteht aus dem Vorsitzenden, dessen 1. Stellvertreter und dessen 2. Stellvertreter. Der Vorsitzende und dessen Stellvertreter werden vom Stiftungsrat auf die Dauer von vier Jahren gewählt. Die Wiederwahl ist zulässig. Bis zur turnusmäßigen Neuwahl des Vorstandes bleibt der bisherige Vorstand im Amt.
  2. Scheidet ein Vorstandsmitglied vorzeitig aus, so wird ein Nachfolger für den Rest der Amtszeit gewählt.

§ 9 Aufgaben des Vorstandes

  1. Der Vorsitzende des Vorstandes und seine Stellvertreter vertreten die Stiftung gerichtlich und außergerichtlich. Sie sind einzelvertretungsberechtigt. Im Innenverhältnis wird bestimmt, daß die Stellvertreter des Vorsitzenden, entsprechend ihrer Rangfolge, die Stiftung nur vertreten, wenn der Vorsitzende verhindert ist.
  2. Der Vorsitzende ist befugt, dringliche Anordnungen zu treffen und unaufschiebbare Geschäfte zu erledigen. Dem Stiftungsrat ist hiervon unverzüglich Kenntnis zu geben.
  3. Der Vorsitzende vollzieht die Beschlüsse des Stiftungsrates. Er ist Dienstvorgesetzter der Mitarbeiter der Stiftung.

§ 10 Stiftungsrat

  1. 1. Der Stiftungsrat besteht aus sieben bis 15 Mitgliedern.
    Geborene Mitglieder des Stiftungsrates sind
    1. der Evangelisch-Lutherische Kreisdekan von Nürnberg,
    2. der Römisch-Katholische Stadtdekan von Nürnberg,
    3. der Regierungspräsident von Mittelfranken,
    4. der Bezirkstagspräsident des Bezirkes Mittelfranken,
    5. der Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg,
    6. der Präsident der Industrie- und Handelskammer Nürnberg,
    7. der 1. Vorsitzende des Freundeskreises der Internationalen Orgelwoche Nürnberg e.V,
  2. Hat jemand mehrere der vorstehend aufgeführten Positionen inne, so muß er sich entscheiden, aufgrund welcher Stellung er dem Stiftungsrat angehören will. Für den hierdurch nicht besetzten Sitz im Stiftungsrat kann die hierfür zuständige Körperschaft oder Vereinigung für die Dauer der sonst eintretenden Vakanz ein anderes Stiftungsmitglied bestellen.
  3. Die Mitglieder des Stiftungsrates können bis zur Erreichung der in Abs. 1 genannten Mitgliederzahl einstimmig weitere Mitglieder auf die Dauer von vier Jahren in den Stiftungsrat wählen. Die Wiederwahl ist zulässig. § 8 Abs. 2 findet entsprechend Anwendung.
  4. Die Stiftungsratsmitglieder bestimmen jeder für sich einen namentlich festgelegten Vertreter, der sie im Falle der Verhinderung vertritt.
  5. Geborene Mitglieder des Stiftungsrates können nicht in den Vorstand der Stiftung gewählt werden. Wird ein nach Abs. 3 gewähltes Mitglied des Stiftungsrates in den Vorstand gewählt, so scheidet es aus dem Stiftungsrat aus.
  6. Die Mitglieder des Stiftungsrates wählen aus ihrer Mitte den Vorsitzenden und seinen Stellvertreter jeweils auf die Dauer von vier Jahren. Die Wiederwahl ist zulässig. Der Vorsitzende trägt den Titel "Präsident der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra". Das Amt des Vorsitzenden endet vorzeitig, wenn dieser aus dem Stiftungsrat ausscheidet. Entsprechendes gilt für den Stellvertreter.
    § 8 Abs. 2 gilt entsprechend.

§ 11 Aufgaben des Stiftungsrates

Der Stiftungsrat verwaltet die Stiftung. Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

  1. Verwaltung des Stiftungsvermögens und Durchführung aller dem Stiftungszweck dienenden Maßnahmen,
  2. Wahl des Vorstandes (§ 8) und Berufung der Mitglieder des Kuratoriums (§ 13),
  3. Anstellung und Entlassung des Künstlerischen Leiters (§ 14),
  4. Anstellung und Entlassung des Geschäftsführers (§ 15),
  5. Berufung von künstlerischen und wissenschaftlichen Beratern aus Vorschlag des Künstlerischen Leiters,
  6. Beschlußfassung über den Haushaltsplan und die Jahresrechnung,
  7. Beschlußfassung des Jahresberichts über die Tätigkeit der Stiftung,
  8. Beauftragung eines Rechnungsprüfers mit der jährlichen Prüfung des Jahresabschlusses und der Geschäftsbücher,
  9. Beschlußfassung über Änderungen der Satzung und über Anträge auf Umwandlung oder Aufhebung der Stiftung.

§ 12 Geschäftsgang des Stiftungsrates

  1. Der Stiftungsrat tritt mindestens einmal jährlich auf Einladung des Präsidenten der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra innerhalb der ersten sechs Kalendermonate zusammen, sowie immer dann, wenn es der Vorsitzende des Vorstandes für erforderlich hält oder es von mindestens vier Mitgliedern des Stiftungsrates unter Angabe der Gründe beantragt wird.
  2. Die Einladung zu einer Sitzung des Stiftungsrates hat schriftlich unter Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens 14 Tagen zu erfolgen. Die Frist beginnt mit der Aufgabe des Einladungsschreibens zur Post.
  3. Der Stiftungsrat ist beschlußfähig, wenn er ordnungsgemäß eingeladen wurde und mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend ist. Er trifft seine Entscheidungen, soweit kein Fall des § 16 vorliegt, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheit ist der jeweilige Antrag abgelehnt.
  4. In Fragen des Bekenntnisses, insbesondere in Fragen, welche die liturgische Gestaltung von Gottesdiensten oder die Glaubensaussagen der in Kirchen zur Aufführung gelangenden Werke betreffen, kann ein Beschluß nicht gegen die Stimme eines dem Stiftungsrat angehörenden Vertreters der Evangelisch-Lutherischen oder Römisch-Katholischen Kirche gefaßt werden.
  5. Über die Beschlüsse des Stiftungsrates ist eine Niederschrift anzufertigen, die vom Präsidenten der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra und vom Protokollführer zu unterzeichnen ist.
  6. Die Mitglieder des Vorstandes nehmen an den Sitzungen des Stiftungsrates mit beratender Stimme teil.

§ 13 Kuratorium

  1. Das Kuratorium hat die Aufgabe, Vorstand und Stiftungsrat zu unterstützen und zu beraten, sowie der Stiftung in der Öffentlichkeit Gewicht und Rückhalt zu geben.
  2. Das Kuratorium faßt führende Persönlichkeiten der an der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra interessierten Institutionen zusammen.
  3. Darüber hinaus sollen ihm maßgebliche Vertreter sowie Mäzene aus Kirche, Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung angehören. Die Berufung der Kuratoriumsmitglieder erfolgt jeweils auf die Dauer von vier Jahren. Eine wiederholte Berufung ist möglich.
  4. Das Kuratorium ist vom Vorstand über alle wichtigen, die Stiftung betreffenden Fragen zu unterrichten. Das Kuratorium soll mindestens einmal jährlich zusammentreten.
  5. Die Einladung zu Kuratoriums-Sitzungen erfolgt durch den Präsidenten der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra, der auch die Sitzungen leitet. § 12 Abs. 2 gilt entsprechend.
  6. Die Mitglieder des Vorstandes nehmen an den Kuratoriumssitzungen teil.

§ 14 Künstlerischer Leiter

Dem Künstlerischen Leiter obliegt die künstlerische und wissenschaftliche Leitung der Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra im Sinne des § 2 im Rahmen des genehmigten Jahresetats. Er nimmt in der Regel beratend an den Sitzungen des Vorstandes, des Stiftungsrates und des Kuratoriums teil. Näheres regelt sein Anstellungsvertrag.

§ 15 Geschäftsführer

Der Vorstand bestellt einen Geschäftsführer. Dieser hat die Aufgabe, alle Stiftungsorgane zu beraten und deren Beschlüsse durchzuführen, sowie den Künstlerischen Leiter zu unterstützen und die laufenden Geschäfte zu führen. Er nimmt in der Regel an den Sitzungen der Stiftungsorgane teil. Näheres regelt sein Anstellungsvertrag.

§ 16 Satzungsänderungen, Umwandlung und Aufhebung der Stiftung

Beschlüsse über Änderungen der Satzung und Anträge auf Umwandlung (Änderung des Stiftungszwecks) oder Aufhebung der Stiftung bedürfen der Zustimmung von drei Vierteln aller Mitglieder des Stiftungsrates. Sie dürfen die Steuerbegünstigung der Stiftung nicht beeinträchtigen oder aufheben. Sie sind mit einer Stellungnahme der zuständigen Finanzbehörde der Stiftungsaufsichtsbehörde zuzuleiten, welche die Genehmigung oder Entscheidung der Genehmigungsbehörde einholt.

§ 17 Vermögensanfall

Bei Aufhebung oder Auflösung der Stiftung fällt das Rest-Vermögen anteilig an die Stifter. Diese haben es unter Beachtung des Stiftungszweckes unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.

§ 18 Stiftungsaufsicht

Die Stiftung untersteht der Aufsicht der Regierung von Mittelfranken.

§ 19 Inkrafttreten

Die Stiftungssatzung tritt mit Genehmigung durch das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in Kraft.

Nürnberg, den 2. Oktober 1990
Kreisdekan Hermann von Loewenich
für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern
Oberbürgermeister Dr. Peter Schönlein
für die Stadt Nürnberg
Dr. Gustl Drechsler
für den Freundeskreis der Internationalen Orgelwoche Nürnberg e.V.