Preisträger 2009

Preisträger 2009. Foto: Hans von Draminski
Übergabe der Preise an die Preisträger des Internationalen Orgel-Interpretationswettbewerbs der ION 2009 um den Preis der Familie von Tucher in der Ehrenhalle des Rathauses der Stadt Nürnberg am 25. Juni. Von links nach rechts: Baron Thomas von Tucher, Generalbevollmächtigter der Dr. Lorenz von Tucher'schen Familienstiftung (Sponsor der Presigelder), Dominik Bernhard (3. Preis), Yulia Yufereva (2. Preis), Horst Förther (2. Bürgermeister der Stadt Nürnberg), Joon-Ho Park (1. Preis), Martin Kreßel (Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Internationale Orgelwoche Nürnberg). Foto: Hans von Draminski

Zum Internationalen Orgel-Interpretationswettbewerb der 58. Internationalen Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra 2009 um den Preis der Familie von Tucher haben sich 55 junge Organistinnen und Organisten aus aller Welt angemeldet. Nach der Vorrunde hat die Wettbewerbsjury 16 von ihnen zu den drei Wertungsrunden nach Nürnberg eingeladen. 14 Teilnehmer - je sieben Damen und Herren aus acht Ländern - sind zur 1. Runde angetreten, sechs von ihnen haben die 2. Runde erreicht. Nach dem Finale, in das drei junge Organisten eingezogen sind, hat die Jury folgende Preise zuerkannt:

1. Preis

Joon-Ho Park

wurde 1985 in Seoul/ Südkorea geboren und erhielt mit fünf Jahren ersten Klavierunterricht; im Alter von 13 Jahren kam die Orgel dazu. Drei Jahre später wurde er in eine Vorbereitungsklasse an der Nationaluniversität der Künste in Seoul aufgenommen, wo er 2003 sein reguläres Orgelstudium begann. Nach Bachelor- und Masterabschluss 2007 studiert er seit 2008 an der Stuttgarter Musikhochschule bei Jon Laukvik. Meisterkurse besuchte er unter anderem bei Zsigmond Szathmáry, Ludger Lohmann, Jean Guillou, Christoph Bossert, Masaaki Suzuki, Olivier Latry und Michael Radulescu.

Bei verschiedenen Orgelwettbewerben gewann Joon-Ho Park Preise: Beim Jangcheon-Klais Organ Concours 2003 in Korea, beim Bach-Wettbewerb Graz 2006 sowie 2007 bei den Internationalen Orgelwettbewerben von Saint-Maurice in der Schweiz und Tokyo-Musashino.

Konzertengagements führten Joon-Ho Park an zahlreiche Orgeln in ganz Korea sowie nach Japan, in die Schweiz und nach Spanien.


2. Preis

Yulia Yufereva

wurde 1982 in Kirov/ Russland geboren.

2006 schloss sie ihr Studium am Staatlichen Konservatorium in Nishnij Novgorod ab, wo sie Klavier bei O. Lebedeva und Orgel bei Daniel Zaretsky studierte. Meisterkurse besuchte sie unter anderem bei Ludger Lohmann, Wolfgang Zerer, Pieter van Dijk, Hans Fagius, Kari Jussila und Olli Potthan. 2008/ 2009 studierte sie als DAAD-Stipendiatin an der Universität der Künste Berlin bei Leo van Doeselaar.

Yulia Yufereva ist Preisträgerin zahlreicher Orgelwettbewerbe: 8. Marcello Galanti-Wettbewerb in Rimini/ Italien und 5. Mikael Tariverdiev International Organ Competition in Kaliningrad/ Russland im Jahr 2007 sowie der Orgelwettbewerbe in Danzig/ Polen 2006, St. Petersburg 2005 und Moskau 2008.

Seit 2003 ist Yulia Yufereva an bedeutendsten Konzertorten in ganz Russland zu Gast, daneben gab sie Konzerte in Deutschland, Finnland, Holland und Polen.


3. Preis

Dominik Bernhard

ist Jahrgang 1982 und stammt aus Immenstadt im Allgäu. Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt er Klavier, im Alter von 13 begann er mit dem Orgelspiel. Zu seinen Orgellehrern gehören Thomas Seyda, Willibald Guggenmos, Elisabeth Zawadke, Wolfgang Hörlin und Edgar Krapp, Meisterkurse besuchte er bei Bernhard Haas, Guy Bovet und Franz Raml.

Von 2000 bis 2008 absolvierte Dominik Bernhard ein umfassendes Musikstudium, angefangen vom Vorbereitungsstudium Orgel am Landeskonservatorium Feldkirch/ Österreich (2001) über ein Studium der katholischen Kirchenmusik und des Konzertfachs Orgel an der Münchner Musikhochschule (ab 2003) bis zu Konzertdiplom mit Aufnahme in die Meisterklasse (2007) und A-Examen (2008). Seit 2008 ist er als Kirchenmusiker in Unterschleißheim bei München tätig.

Seit 1996 gewann Dominik Bernhard Preise bei verschiedenen Musikwettbewerben, daneben gab er an verschiedenen Orten in Deutschland Konzerte, darunter auch an St. Lorenz in Nürnberg.