67. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra

08. – 17. JUNI 2018

Aktuelles

An dieser Stelle möchten wir Sie gerne über Aktuelles rund um die ION - Internationale Orgelwoche Nürnberg informieren. Viermal im Jahr versorgen wir Interessierte auch in unserem Newsletter mit den neusten Informationen. Hier geht's zum Anmeldeformular.

re:format:ion

66. Internationale Orgelwoche Nürnberg

Die ION 2017 steht ganz im Zeichen der unterschiedlichen Lesarten und Bedeutungen von Reformation.

Zur Zeit Martin Luthers waren Unabhängigkeit, Selbstbewusstsein und eigenständiges Denken noch keine kulturellen Werte. Im Gegenteil. Selbst kleinste Verstöße gegen gesellschaftliche Normen oder fest gefügte Hierarchien wurden grausam bestraft, der Kirche galt Neugier als Todsünde. Nur wenige Menschen konnten lesen und schreiben, noch dazu wurden Texte fast ausschließlich auf Latein verfasst. Vermeintliche Informationen bestanden meistens aus Gerüchten. Umso gewaltiger ist das Wirken Luthers einzuschätzen, der die Bibel in verständlicher
Sprache zu den Menschen brachte. Über das Wort gab es plötzlich für jeden einen direkten Draht zu Gott. Darüber hinaus erkannte er die Bedeutung des Buchdrucks: Nicht nur des gedruckten Wortes, sondern vor allem auch des gedruckten Bildes, eines Mediums, das auch von weniger gebildeten Menschen verstanden werden konnte.

Die ION 2017 forscht dem musikalischen Klang der Reformation nach, zur Zeit Luthers und in späteren Jahrhunderten – insbesondere in Nürnberg. Ein Symposium geht der Frage nach, was eigentlich Musica Sacra ist oder sein könnte. Und eine Reihe von Projekten widmet sich gänzlich neuen Formen und Formaten im Sinne der re:formation von vermeintlich Bekanntem.

  pdfION 2017 Programm Download

Übersicht der Projekte

65. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra
3. – 12. Juni 2016

Zukunft ist die Zeit, die nach der Gegenwart kommt. Jetzt. Gleich. Nächste Woche. Wir hoffen auf sie, manchmal fürchten wir uns vor ihr. Meistens vertrauen wir auf sie. Man kann nach der Zukunft suchen, im Vertrauten wie im Neuen. Trotzdem bleibt sie ungewiss. Aber ohne Zukunft ist alles schon vorbei. Auch die ION ist auf dem Weg in die Zukunft. Mit den Künstlern von morgen, mit experimentellen Formaten. Auf der Suche nach Momenten des Innehaltens und des tiefen Erlebens von Musik. Nach Resonanzräumen für das, was uns bewegt. Meistens in Nürnberger Kirchen, in denen sich seit Jahrhunderten die Menschen versammeln, um Gemeinsames zu teilen.

Im Griechischen bedeutet ión übrigens soviel wie das Gehende oder Wandernde. Alles im Fluss sozusagen …

Das ausführliche Programm steht hier ab sofort zum Download bereit.

Freiheit

64. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra
19. – 28. Juni 2015

Wann fühlen wir uns frei? Eine scheinbar einfache Frage. Aber je länger wir darüber nachdenken, desto schwerer fällt uns die Antwort. Denn Freiheit hat viele Facetten. Und die Sehnsucht nach ihr ist eine unserer größten Antriebskräfte.

Die ION greift ganz unterschiedliche Aspekte der Freiheit musikalisch auf: Die spielerische Regelübertretung, die persönliche Freiheit im Handeln wie in Gedanken, die Befreiung der Seele und die Hoffnung auf das Leben nach dem Tod, die Freiheit der musikalischen Improvisation, die Faszination des Himmels, die Freiheit in der Natur und natürlich die Befreiung von Krieg und Diktatur im Gedenkjahr 2015.

pdfION_2015_Programm.pdf3.54 MB

Freiheit

64. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra
19. – 28. Juni 2015

Wann fühlen wir uns frei? Eine scheinbar einfache Frage. Aber je länger wir darüber nachdenken, desto schwerer fällt uns die Antwort. Denn Freiheit hat viele Facetten. Und die Sehnsucht nach ihr ist eine unserer größten Antriebskräfte.

Die ION greift ganz unterschiedliche Aspekte der Freiheit musikalisch auf: Die spielerische Regelübertretung, die persönliche Freiheit im Handeln wie in Gedanken, die Befreiung der Seele und die Hoffnung auf das Leben nach dem Tod, die Freiheit der musikalischen Improvisation, die Faszination des Himmels, die Freiheit in der Natur und natürlich die Befreiung von Krieg und Diktatur im Gedenkjahr 2015.

pdfION_2015_Programm.pdf3.54 MB

63. Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra
23. Mai - 1. Juni 2014

Die Bandbreite der 63. ION wird von Gregorianik bis zu zeitgenössischer Elektronik und vom Solorezital bis zu symphonischer Klangpracht reichen. Das früheste Konzert beginnt um 6 Uhr, das späteste um 23 Uhr. Renaissancepolyphonie und arabischer Gesang sind ebenso wichtige Bestandteile wie raumgreifende Perkussionsperformances, außergewöhnliche Orgelrepertoireerweiterungen und der Remix Alter Musik. Vom 23. Mai bis 1. Juni 2014: Ein musikalisches Sinnenfest.

pdfProgrammbuch 2014

Alle Veranstaltungen der ION 2014 finden Sie im Archiv.

Zwölf Veranstaltungen bei freiem Eintritt

Das ION-Programm bietet auch 2014 wieder Veranstaltungen bei freiem Eintritt an: Erleben Sie unsere diesjährigen Künstler in Klangproben und Gottesdiensten, bei einem Renaissancefest und einer ION-Party sowie an einem Gregorianik-Tag.

63. Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra
23. Mai - 1. Juni 2014

Die Bandbreite der 63. ION wird von Gregorianik bis zu zeitgenössischer Elektronik und vom Solorezital bis zu symphonischer Klangpracht reichen. Das früheste Konzert beginnt um 6 Uhr, das späteste um 23 Uhr. Renaissancepolyphonie und arabischer Gesang sind ebenso wichtige Bestandteile wie raumgreifende Perkussionsperformances, außergewöhnliche Orgelrepertoireerweiterungen und der Remix Alter Musik. Vom 23. Mai bis 1. Juni 2014: Ein musikalisches Sinnenfest.

pdfProgrammbuch 2014

pdfEinführungsvortrag zur 63. ION 2014 von Stefan Klöckner

62. Internationale Orgelwoche Nürnberg - Musica Sacra
21. - 30. Juni 2013

Mit dem ersten Festival unter der neuen künstlerischen Leitung von Folkert Uhde wird ein neues Kapitel in der 62-jährigen Geschichte des traditionsreichen Nürnberger Festivals aufgeschlagen. Der Berliner Konzertdramaturg, Produzent und Kulturmanager setzt für die nächsten vier Jahre vor allem auf die Versinnlichung von Konzerten jenseits stilistischer und musikhistorischer Grenzen. Weitere Schwerpunktsetzungen gibt es bei der thematischen Vertiefung, der Format- und Repertoirevielfalt sowie bei Kooperation und Vernetzung auf lokaler und internationaler Ebene.

Details »

KirchenfassadeDas umfangreiche Programm, das 29 Veranstaltungen innerhalb von 10 Tagen umfasst, bietet eine musikalische Bandbreite vom Mittelalter bis zur Uraufführung einer Komposition für Elektronik. Die größte Veranstaltung ist die erstmalig stattfindende IONacht, in deren Rahmen die Innenstadtkirchen und das alte Rathaus von Nürnberger Kirchenmusikern und ihren Ensembles, Dozenten und Studenten der Hochschule für Musik sowie internationalen Gästen als Wandelkonzert von acht bis Mitternacht bespielt werden. Neben Konzerten zum Schwerpunkthema »Gnade« sind unter der Überschrift »performativ« eine Konzertinstallation und eine Musiktheaterproduktion zu erwarten, ein Gesprächskonzert ist der berühmten Nürnbergerin Elsbeth Tucher gewidmet – der Frau vom Zwanzig-Mark-Schein. Der Ich-Kann-Nicht-Singen-Chor lädt zum Mitmach-Workshop ein, bei der ION-Party darf getanzt werden und werktags um 17.30 Uhr gibt es mit dem neuen Format »Klangprobe« 20 Minuten ION in der Lorenzkirche – gratis!

Fast alle Programme sind eigens für die ION konzipiert und produziert worden, viele Konzerte werden durch Lichtdesign und Raumkonzepte mehrdimensional erweitert.
Unter den international renommierten Gästen sind insbesondere der RIAS Kammerchor, die Kammerphilharmonie Bremen, das schwedische a-cappella-Trio Mediaeval, die Barockgeigerin Midori Seiler und die Berliner Performance Gruppe Nico and the Navigators zu nennen.

Gute ION-Tradition sind die fünf mittäglichen Orgelkonzerte, die Montag bis Freitag jeweils um 12.15 Uhr in der Frauenkirche stattfinden. Die in diesem Jahr besonders illustre und internationale Organistenschar bildet gleichzeitig die Jury des renommierten Internationalen Orgel-Interpretationswettbewerb um den Johann-Pachelbel-Preis der Tucher’schen Kulturstiftung, der alle zwei Jahre stattfindet.

Auch die 62. ION 2013 wird möglich durch eine außergewöhnliche und einzigartige Partnerschaft, in der private, öffentliche und kirchliche Geldgeber die Arbeit der Stiftung finanziell unterstützen. Neben den beiden Hauptsponsoren - der Sparkasse Nürnberg und Henriette Schmidt-Burkhardt - engagieren sich die Mitglieder im Patronat des Freundeskreises der ION, das Augustinum Roth und die Tucher'sche Kulturstiftung in herausgehobener Weise. Einen bedeutenden Beitrag leisten darüber hinaus die Stadt Nürnberg, der Bezirk Mittelfranken und das Bayerische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst sowie die Kirchen. Einzelne Projekte, an denen unter anderem das RADIALSYSTEM V als Co-Produzent beteiligt ist, werden zusätzlich unterstützt vom Hauptstadtkulturfonds und vom Nationalen Performance Netz. Medienpartner der 62. ION ist der Bayerische Rundfunk.

Das ausführliche Programm können Sie hier downloaden; ein gedrucktes Exemplar senden wir Ihnen gerne zu, wenn Sie es anfordern. Unser neuer Newsletter hält Sie bis dahin auf dem Laufenden.

pdfProgrammheft 2013

pdfEinführungsvortrag zur 62. ION 2013 von Petra Bahr

Programmbuch 62. ION

pdfProgrammheft 2012879.19 KB

»Blick zurück nach vorn«

Die 61. ION hat viele Querverbindungen im Bereich von Musik, Bildender Kunst, Literatur und Pantomime. So ergänzen sich Orffs Dauerbrenner »Carmina Burana« (in einer Präsentation des Münchner Marionettentheaters am 30. Juni im Aufseßsaal im Germanischen Nationalmuseum), der vor 75 Jahren uraufgeführt wurde, mit den traditionellen Benediktbeurer Gesängen, die uns in Neumenschrift überliefert sind (am 03. Juli mit dem Ensemble Ars Choralis Coeln in der Frauenkirche).

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An den 20. Todestag des großen französischen Komponisten Olivier Messiaen erinnern mehrere Aufführungen seiner Werke. Zwei Konzerte, die einen Rahmen um das Programm der gesamten ION ziehen, stellen eine Beziehung her zwischen ihm und seinem Lieblingskomponisten Mozart: Das erste Programm, mit dem sich Nürnbergs neuer GMD Marcus Bosch erstmals bei der ION präsentiert, stellt Messiaens erstes Orchesterwerk »L‘Ascension« aus dem Jahr 1932 sowie die Orchesterminiatur »Un sourire« vor. Der 20jährige Shootingstar Kit Armstrong wird dazwischen Mozarts A-Dur-Klavierkonzert KV 488 spielen (29. Juni in St. Lorenz). Das zweite dieser Kontrastprogramme beinhaltet zwei äußerst selten aufgeführte Kompositionen: Messiaens Kantate »Trois petites Liturgies de la présence divine« und Mozarts Kantate »Davide penitente« (07. Juli in St. Sebald).

Die traditionellen Mittagskonzerte mit jungen Preisträgern internationaler Orgelwettbewerbe (2. bis 6. Juli in der Frauenkirche) bringen jeweils eine kompositorische Auseinandersetzung mit einem Werk Dürers, dem im Germanischen Nationalmuseum eine große Ausstellung gewidmet ist.

»Klingende Bilder« heißt eine Musiknacht am 06. Juli im Germanischen Nationalmuseum, eine Ausstellung mit Bernd Zimmers Kreuzwegstationen in St. Egidien kontrastiert mit Liszts »Via crucis« und Renaissancemusik wie auch mit einem Pantomimenprogramm zum Thema der Passion (02. Juli). Im Rahmen seiner Reihe »Paradisi Gloria« gastiert das Münchner Rundfunkorchester am 30. Juni in St. Lorenz unter anderem mit der Uraufführung »Tohuwabohu« von Eva Sindichakis.

Ein Konzert zum 800. Geburtstag des Thomanerchors (01. Juli in St. Sebald), ein »Glocken-Programm« mit vier Gamben (04. Juli in St. Klara), ein großer Orgelabend mit Peter Planyavsky (05. Juli in St. Lorenz), ein »Orgelpunkt« in St. Lorenz (06. Juli) und verjazzte Melodien zum Niederknien (07. Juli in St. Marta) ergänzen das Programm, das auch wieder drei festliche Gottesdienste, das seit vielen Jahren äußerst erfolgreiche »Schulprojekt« sowie einen mehrtägigen Meisterkurs zu spanischer Orgelmusik beinhaltet. Und mit meiner Kirchenoper »Augustinus« verabschiede ich mich am 08. Juli nach vier Jahren als Künstlerischer Leiter von »meiner« ION.

Wilfried Hiller

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61. Internationale Orgelwoche Nürnberg – Musica Sacra

29. Juni – 08. Juli 2012

»Blick zurück nach vorn«

Die 61. ION hat viele Querverbindungen im Bereich von Musik, Bildender Kunst, Literatur und Pantomime. So ergänzen sich Orffs Dauerbrenner »Carmina Burana« (in einer Präsentation des Münchner Marionettentheaters am 30. Juni im Aufseßsaal im Germanischen Nationalmuseum), der vor 75 Jahren uraufgeführt wurde, mit den traditionellen Benediktbeurer Gesängen, die uns in Neumenschrift überliefert sind (am 03. Juli mit dem Ensemble Ars Choralis Coeln in der Frauenkirche).

Details »

An den 20. Todestag des großen französischen Komponisten Olivier Messiaen erinnern mehrere Aufführungen seiner Werke. Zwei Konzerte, die einen Rahmen um das Programm der gesamten ION ziehen, stellen eine Beziehung her zwischen ihm und seinem Lieblingskomponisten Mozart: Das erste Programm, mit dem sich Nürnbergs neuer GMD Marcus Bosch erstmals bei der ION präsentiert, stellt Messiaens erstes Orchesterwerk »L‘Ascension« aus dem Jahr 1932 sowie die Orchesterminiatur »Un sourire« vor. Der 20jährige Shootingstar Kit Armstrong wird dazwischen Mozarts A-Dur-Klavierkonzert KV 488 spielen (29. Juni in St. Lorenz). Das zweite dieser Kontrastprogramme beinhaltet zwei äußerst selten aufgeführte Kompositionen: Messiaens Kantate »Trois petites Liturgies de la présence divine« und Mozarts Kantate »Davide penitente« (07. Juli in St. Sebald).

Die traditionellen Mittagskonzerte mit jungen Preisträgern internationaler Orgelwettbewerbe (2. bis 6. Juli in der Frauenkirche) bringen jeweils eine kompositorische Auseinandersetzung mit einem Werk Dürers, dem im Germanischen Nationalmuseum eine große Ausstellung gewidmet ist.

»Klingende Bilder« heißt eine Musiknacht am 06. Juli im Germanischen Nationalmuseum, eine Ausstellung mit Bernd Zimmers Kreuzwegstationen in St. Egidien kontrastiert mit Liszts »Via crucis« und Renaissancemusik wie auch mit einem Pantomimenprogramm zum Thema der Passion (02. Juli). Im Rahmen seiner Reihe »Paradisi Gloria« gastiert das Münchner Rundfunkorchester am 30. Juni in St. Lorenz unter anderem mit der Uraufführung »Tohuwabohu« von Eva Sindichakis.

Ein Konzert zum 800. Geburtstag des Thomanerchors (01. Juli in St. Sebald), ein »Glocken-Programm« mit vier Gamben (04. Juli in St. Klara), ein großer Orgelabend mit Peter Planyavsky (05. Juli in St. Lorenz), ein »Orgelpunkt« in St. Lorenz (06. Juli) und verjazzte Melodien zum Niederknien (07. Juli in St. Marta) ergänzen das Programm, das auch wieder drei festliche Gottesdienste, das seit vielen Jahren äußerst erfolgreiche »Schulprojekt« sowie einen mehrtägigen Meisterkurs zu spanischer Orgelmusik beinhaltet. Und mit meiner Kirchenoper »Augustinus« verabschiede ich mich am 08. Juli nach vier Jahren als Künstlerischer Leiter von »meiner« ION.

Wilfried Hiller

pdfProgrammheft 2012879.19 KB